Direktlink:
Inhalt; Accesskey: 2 | Hauptnavigation; Accesskey: 3 | Servicenavigation; Accesskey: 4

Technik

Kabel, Quelle: Pixelio/escapechen
© Pixelio/escapechen

Glasfaser

Investitionsintensives Leitungsnetz zur schnellen Übertragung großer Datenmengen

Wie funktioniert Breitband-Internet über Glasfasern?

Glasfasern sind lange, dünne Fasern, die aus geschmolzenem, hoch reinem Quarzglas hergestellt werden. Neben der Datenübertragung werden Glasfasern auch für Gewebe zur Wärme- und Schalldämmung oder zur Verstärkung von Kunststoffen eingesetzt. Bei der Glasfasertechnologie werden die Daten als Lichtsignale codiert und durch optische Leitungen gesendet. Signale können in Glasfasern im Vergleich zu Kupferkabeln mit bis zu 40 Gigabit pro Sekunde und verlustärmer übertragen werden. Glasfasern sind damit ideal um große Datenmengen schnell zu übertragen. Zudem zeigt sich die Datenübertragung in Glasfaserkabeln als unempfindlich gegenüber elektromagnetischen Störungen und bietet eine höhere Abhörsicherheit als andere Leitungsnetze.

Grundvoraussetzung für einen Breitbandzugang über Glasfaser ist eine hauseigene Anbindung, die an die großen Netze angeschlossen wird. Dafür muss der Anbieter zumeist ein Glasfaserkabel bis in das Gebäude verlegen. Die letzte Strecke zum Endnutzer kann auch per Kupferkabel überbrückt werden. Bei der Realisierung des Hausanschlusses werden folgende Möglichkeiten unterschieden:

  • FTTC (Fibre To The Curb, dt.: Glasfaser bis zum Bordstein) oder FTTN (Fiber To The Neighborhood, dt.: Glasfaser bis zur Nachbarschaft). Bei FTTC/FTTN werden die Glasfaserkabel bis in die Nähe der Wohnung verlegt. Die weitere Übertragung zum Endnutzer erfolgt dann per Kupferkabel.
  • FTTB (Fibre To The Basement, dt.: Glasfaser bis in den Keller). Bei FTTB endet die Glasfaser im Erdgeschoss des Hauses. Über vorhandene Kupferleitungen erreichen die Signale dann die Wohnungen.
  • FTTH (Fiber To The Home,dt.: Glasfaser bis in die Wohnung). Bei FTTH werden die Glasfaserkabel direkt bis in die Wohnung des Endnutzers verlegt.

Hybridlösungen aus Glasfaser und Kupfer reduzieren allerdings die Übertragungsgeschwindigkeit auf einen einstelligen Megabitbereich.

Wo ist Breitband-Internet über Glasfaserkabel verfügbar?

In erster Linie wird Glasfaser für Datenfernleitungen (Backbone) verwendet oder für die Anbindung großer Unternehmen an das öffentliche Kommunikationsnetz. Für private Endnutzer ist das Internet über Glasfaserfaserkabel bisher nur an einigen wenigen Orten in Deutschland verfügbar.

Welche Kosten fallen für Breitband-Internet über Glasfaserkabel an?

Der Einsatz von Glasfasertechnik im Breitbandsektor ist nicht massentauglich. Daher macht es derzeit wenig Sinn, Kostenmodelle für Breitband-Internet über Glasfaserkabel aufzustellen. Direkte Glasfaser-Anbindungen eignen sich besonders für Firmen mit großem Datenaufkommen. Die Hauptkosten entstehen durch die Bereitstellung der nötigen Infrastruktur und nicht für die eigentliche Datenübertragung. Theoretisch kommt Glasfaser auch für private Haushalte in Frage, wird für diesen Markt aber selten angeboten und ist in Einrichtung und laufenden Kosten teurer als DSL oder andere Technologien.



Stiftung Digitale Chancen

Logo "Stiftung digitale Chancen"

Die "Stiftung Digitale Chancen" bietet statistische Materialien zur Internetnutzung in Deutschland und Fakten zu den einzelnen Anwendungen im Internet.

Sicher im Netz

Logo der Initiative "Deutschland sicher im Netz"

Der Verein "Deutschland sicher im Netz" hat das Ziel, bei Verbrauchern und in Unternehmen ein Bewusstsein für einen sicheren Umgang mit Internet und IT zu fördern.

Bundesnetzagentur

Bild zeigt Logo der Bundesnetzagentur

Die Bundesnetzagentur informiert über den deutschen Telekommunikations- und Postmarkt, die rechtlichen Grundlagen und über wichtige Verbraucherrechte in diesen innovativen Märkten.